Kommunales Energiemanagement
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) initiiert und fördert das BMUB seit 2008 zahlreiche Projekte, die zur Senkung der Treibhausgasemissionen und damit zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen. Die Förderprogramme und die strategischen Klimaschutzprojekte der NKI decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien, über Beratungs- und Bildungsangebote, Methoden und Instrumente, bis hin zu investiven Projekten. Die NKI trägt bundesweit zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Einführung kommunales Energiemanagement (KEM)
Förderkennzeichen:
· 67K18557
Fördersumme:
· 50 % der Kosten bzw. höchstens 14926,00 €.
· Zuwendungsfähige Gesamtausgaben: 29853,00 €
Ausgaben:
· 39270,59 €. Entsprechend der Nachweise ist davon auszugehen, dass die gesamte Fördersumme bewilligt wird.
Projektzeitraum:
· 1.06.22 bis 30.6.2026
Partner:
· Das Projekt wird mit Unterstützung der Netze-BW und deren Software realisiert.
Vorstellung:
· Am 16.06.26 wurden in der öffentlichen Gemeinderatsitzung der Energiebericht, die Funkmesssysteme, die Fördersumme und die Kosten vorgestellt.
Vorgaben der Kommunalrichtlinie für das Energiemanagement
· Etablierung organisatorischer Strukturen für das Energiemanagement (Zuständigkeiten, gegebenenfalls Aufbau einer Steuergruppe Energieeffizienz, Darstellung der Berichtspflichten innerhalb der Organisation oder an politische Instanzen etc.)
· Erarbeitung und jährliche Aktualisierung eines Energieberichts entsprechend der Vorgaben aus dem Dokument „strategische Förderschwerpunkte“
· Diskussion und Beschluss des jährlichen Energieberichts in den jeweiligen Entscheidungsgremien
Vorgaben des §7b Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg für das Energiemanagement
· Formulierung Energiesparziele (z.B. durch Dienstanweisung Energie)
· Koordinierung aller energierelevanten Aufgaben
· Benennung einer zuständigen Person für das Energiemanagement
· Erstellung eines Energieberichtes mit mind. jährlichem Turnus
· Monatliches Energieverbrauchscontrolling
· Im Energiemanagement sind mind. 80% der Energie- und Wasserbezugskosten enthalten
Begleitung bei der Einführung des KEM mit Unterstützung der Netze-BW
· Projektbegleitung / Förderbegleitung
· Gebäudebegehung zur Aufnahme der
· Versorgungsstrukturen und Zählerinformationen
· Aufbau des KEM-Systems: Stammdaten, Versorgungsstrukturen, Verbrauchszähler etc.
· Erstellung Energiebericht nach Vorgaben §7b Klimaschutzgesetz und ZUG
· Monatliches Energiecontrolling: Anlegen von Datenreihen, Konfiguration Erfassungs-App, Aufbau Monatsdashboards im System
· Schulungen für KEM-System und App
· Einrichtung Benutzerzugänge
· Erstellung Messkonzepte für definierte Objekte
Digitalisierung der Messtechnik mit Unterstützung der Netze-BW, örtlicher Handwerksbetriebe, Energieversorger und den Stadtwerken Emmendingen
· Ziel: Digitalisierung der Verbrauchserfassung in zentraler Plattform
· Möglichkeiten:
− Intelligente Messsysteme (Strom)
− Lastgangmessungen (Strom und Gas)
− Gebäudeautomation sofern vorhanden
− M-Bus Datenlogger
− LoRaWAN sofern vorhanden
· Nachrüstung der Messtechnik wird durch Förderprogramm mit bis zu 5.000 € gefördert
· Als Fahrplan für die Empfehlung von Zählernachrüstungen dient das Messkonzept
· Die Zählernachrüstung erfolgt durch lokale Handwerksbetriebe
Ablesung
Ein monatliches Energieverbrauchscontrolling und –reporting wird eingeführt:
· Manuelles/Automatisiertes Ablesen der Zählerstände
· Ablesungen über App
· Aufbau Monatsberichtswesen im KEM-System
· Monatlicher Report an verantwortliche Personen
· Monatlicher Report wird im KEM-System generiert
· Gebäudeverantwortliche erhalten den Monatsbericht
· Monatsbericht wird dem Energiebericht als Anhang hinzugefügt (Vorgabe aus Kommunalrichtlinie)
Ein kontinuierliches Energieberichtswesen mit mindestens jährlichem Turnus wird eingeführt:
· Der Energiebericht wird zukünftig fortlaufend mit dem KEM-System erstellt
· Grundlage: Gebäude für Datenerfassung nach §7b Klimaschutzgesetz
· In Erfassungstabelle werden mind. 80% der Energie- und Wasserkosten der kommunalen Liegenschaften/ Anlagen aufgenommen
· Alle relevanten Angaben werden von der Verwaltung zur Verfügung gestellt und von Netze BW in KEM-System übernommen
Der Energiebericht – Allgemeine Vorgaben:
Allgemeines
· Übersicht der für das Energiemanagement relevanten Handlungsfelder
· Zusammenfassung für das Entscheidungsgremium
Verbräuche und Emissionen
· Monatswerte des Energieverbrauchs, der Energiekosten und der Treibhausgas-Emissionen aller Verbraucher und Verbrauchsgruppen in den Bereichen Wärme, Strom und Wasser
· Darstellung der Entwicklung des Energieverbrauchs (absolut und spezifisch), der Energiekosten und der THG-Emissionen der Verbrauchsstellen im Vergleich zu den Vorjahren
· Definition einer Energieverbrauchs-Baseline für alle Verbraucher und Verbrauchsgruppen
Maßnahmen und Bewertung
· Gebäudeübersicht inklusive energetischer Bewertung und Sanierungspotenzial
· Darstellung der kurz- sowie langfristigen Einsparpotenziale aller Verbraucher und Verbrauchsgruppen
· Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Erstellung eines Maßnahmenplans inklusive Umsetzungsrückschau
· Definition von Einsparzielen für alle Verbraucher und Verbrauchsgruppen
· Darstellung bereits erzielter Erfolge hinsichtlich Einsparungen, Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer, Schulung von Hausmeisterinnen und Hausmeistern etc.
Der Energiebericht – Kennzahlenvergleich
Gebäude und Straßenbeleuchtung
· Spezifischer Strom- und Wärmeverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) unterteilt nach Gebäudenutztypen (Verwaltung, Schulen, Sportstätten etc)
· Spezifischer Strom- beziehungsweise Gasverbrauch in Kilowattstunden pro Einwohner (kWh/EW) für Außen- und Straßenbeleuchtung
Eigenerzeugung und Erneuerbare Energien
· Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Anteil in der kommunalen Energieversorgung in Prozent
· Anteil erneuerbarer Energien in der kommunalen Energieversorgung in Prozent
· Anteil Stromeigenerzeugung bezogen auf den im EMS berücksichtigten Stromverbrauch in Prozent
Kläranlage
· Stromverbrauch Kläranlage in Kilowattstunden pro Einwohner (kWh/EW)
Ampeln
· Durchschnittlicher spezifischer Stromverbrauch für Lichtsignalanlagen (kWh) pro Anlage
Kontaktdaten
Netze-BW
Herr Berger, Netze BW
Herr Lämmle, Netze BW
Herr Ruff, Netze BW




